Nicht jedes Recycling ist automatisch sinnvoll
Die technische Möglichkeit, einen Kunststoff aufzubereiten, bedeutet noch nicht automatisch, dass der Prozess ökologisch und wirtschaftlich sinnvoll ist.
Eine seriöse Bewertung muss mehrere Faktoren berücksichtigen:
- Welche Kunststoffart liegt vor?
- Ist das Material sortenrein?
- Welche Fremdstoffe oder Beschichtungen sind enthalten?
- Welche Mengen fallen regelmäßig an?
- Wie hoch ist der Sortier- und Reinigungsaufwand?
- Welche Materialqualität wird nach der Aufbereitung erreicht?
- Gibt es eine geeignete Anwendung für das Ergebnis?
Materialqualität, Prozesssicherheit und Ressourceneinsatz
Professionelles Recycling entsteht dort, wo drei Faktoren zusammenpassen.
Materialqualität
Der Stoffstrom muss ausreichend bekannt, trennbar und aufbereitbar sein.
Prozesssicherheit
Die Verarbeitung muss eine möglichst konstante und nachvollziehbare Qualität ermöglichen.
Sinnvoller Ressourceneinsatz
Sortierung, Transport, Reinigung und Aufbereitung sollten in einem angemessenen Verhältnis zum erzielbaren Nutzen stehen.
Wann eine individuelle Prüfung notwendig ist
Besonders bei Mischkunststoffen, Beschichtungen, Verunreinigungen oder sehr kleinen Mengen ist eine pauschale Aussage kaum möglich.
In diesen Fällen sollte zunächst geprüft werden, ob:
- eine bessere Trennung im Produktionsprozess möglich ist
- das Material als Mahlgut eingesetzt werden kann
- eine Regranulierung sinnvoll ist
- ein angepasster Compoundierprozess benötigt wird
- eine alternative Verwertung geeigneter ist
Das Ziel sollte nicht lauten, unter allen Umständen alles zu recyceln. Das Ziel ist ein technisch, wirtschaftlich und ökologisch tragfähiger Materialkreislauf.
Stoffstrom bewerten lassen
Wir prüfen Ihre Kunststoffreste und bewerten gemeinsam mit Ihnen die geeigneten Aufbereitungsmöglichkeiten.
